TIM Aktuell

TIM VIRTUELL


WAS IST DAS?

Bisher haben Sie auf unserem virtuellen Rundgang durchs TIM diese Exponate und ihre Sach- und Nutzungsgeschichte kennengelernt.


Zur Vergrößerung der Fotos klicken Sie bitte auf die Slide-Show!

Das stellen wir Ihnen heute vor.

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Schermaschine Rex (1)
Eichenbüffett Wohnstube
Pionier Kamera
Glühbirnen 1930
Fahrradmarke Thüringen
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Alte Schreibgeräte im TIM


Im Tante Irma Museum dürfen die Besucherinnen und Besucher bekanntlich (fast) alles anfassen, anprobieren und ausprobieren. Warum also nicht einmal alte Schreibgeräte ausprobieren? Das tat Familie Richter ausgiebig. 

Schreiben mit dem Gänsekiel (Foto Mitte) war das Normalste der Welt ... im Mittelalter und noch zu Goethes Zeiten. Freilich schreibt es sich mit der schräg abgeschnittenen und dann angespitzten oder etwas breit gestutzten Feder eines Vogels ganz anders als mit heutigen Schreibgeräten. 

"Will man einen Kiel zuschneiden, so muss man ihn zunächst härten. Dazu wird der Kiel schräg angeschnitten und das Mark entfernt oder zurückgedrückt. Anschließend weicht man die Kiele in einem Glas Wasser solange ein, bis sie gänzlich weiß erscheinen. Den eingeweichten Kiel steckt man nun in ein Behältnis mit heißem Sand, der so heiß sein muss, dass die Kiele zwar zischen, aber nicht reißen. Man belässt sie solange darin, bis sie an ihren Spitzen transparent sind. Zum Abschluss wird die auf dem Kiel befindliche Haut mit einem scharfen Messer heruntergekratzt und abgewischt. Anschließend kann der Zuschnitt erfolgen." (Wikipedia)

Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Stahlfeder entwickelt, die in einen hölzernen Federhalter zu stecken war. Auch damit darf man im TIM schreiben!

Der Herr rechts schreibt auf einer Schiefertafel mit einem Griffel aus Schiefer. Sehr praktisch! Denn das Geschriebene kann mit einem Lappen oder Schwamm leicht korrigiert oder gelöscht werden. Keine Papierverschwendung! Allerdings macht es sich der Mann schwer: er schreibt Sütterlinbuchstaben ab!

Noch nach dem Krieg lernten alle Kinder das Schreiben auf Schiefertafeln. Selbst heute ist das noch üblich in Lehesten (Thüringen) - eine schöne und effektive Form der Erhaltung alter heimatlicher Traditionen in der Region Schiefergebirge!

Das Mädchen links ist total "modern" und schreibt auf einer Schreibmaschine, einer "Erika".  Die Firma von Carl Bruno Naumann in Dresden begann 1900 mit der Massenproduktion von Schreibmaschinen. 1910 wurde das Patent für die erste "Erika-Schreibmaschine" angemeldet. Die hier benutzte Maschine ist allerdings ein sehr "junges" Exemplar. Es entstand nach 1979. Denn  ab diesem Jahr gehörte das Unternehmen zum VEB Robotron. 

Eine der Vorgängerversionen der "Erika" trug übrigens den heute mit ganz anderen Erinnerungen verbundenen Namen "Corona"!

Sie sind herzlich eingeladen, sich alle Wochen in unserer virtuellen Ausstellung neue Exponate anzusehen!