TIM Aktuell

TIM VIRTUELL


WAS IST DAS?

Bisher haben Sie auf unserem virtuellen Rundgang durchs TIM diese Exponate und ihre Sach- und Nutzungsgeschichte kennengelernt.


Zur Vergrößerung der Fotos klicken Sie bitte auf die Slide-Show!

Das stellen wir Ihnen heute vor.

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Schermaschine Rex (1)
Eichenbüffett Wohnstube
Pionier Kamera
Glühbirnen 1930
Fahrradmarke Thüringen
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Bildkarten für Stereobetrachter


Geschichten  wurden, als die Schrift eine ausschließliche Domäne Gebildeter und Reicher war, mündlich tradiert. Mit Bildern erzählen ist eine uralte Methode der Vermittlung von Geschichten.  Von den Bänkelsängern des Mittelalters ist fast nur noch zu lesen. Selten einmal treten sie auf Mittelalter-märkten auf.  Eine oder mehrere große Bilder dienten ihnen zur Illustration ihrer Erzählungen. 

Weit vor der Erfindung der "belebten Bilder" in Form eines Films diente die Betrachtung von Einzelbildern und Bildergeschichten zur Unterhaltung der Massen. Seit dem 18. Jahrhundert waren "Guckkästen" eine beliebte Attraktion auf Jahrmärkten. 

Diese Art der Betrachtung wurde im frühen 20. Jahrhundert erneut aufgegriffen, diesmal (denn inzwischen waren Fotografie und auch der Film bereits weit verbreitet) überwiegend für Kinder.

Die hier gezeigten  Bildkarten aus den 1960er/70er-Jahren zeigen Serien von Märchen. Sie konnten ohne elektrisches Licht mit einem prismatischen Diabetrachter gegen das Tageslicht betrachtet werden. (Also anders als beim Diaprojektor.) Die Kinder kannten die Märchen entweder oder konnten sie mit diesen Bildern "zum Leben erwecken".

Das Besondere besteht hier darin, dass jede Szene in zwei leicht perspektivisch versetzten Fotografien gezeigt werden. Dadurch entsteht ein Stereoeffekt, der gegenüber dem zweidimensionalen Bild erhebliche Vorteile besaß. Er bildete das Geschehen  wirklichkeitsgetreuer ab. 

Diese Bildkarten und ein Bildbetrachter (vgl. links unten) wurden dem TIM von Familie Brauner aus Münchenbernsdorf, später Chemnitz, geschenkt. Der Betrieb VEB Plastverarbeitung und Schweißtechnik Dresden mit Außenstelle in Kamenz stellte solche Bildkarten von 1965-1975 her. 

Kommen Sie doch her und betrachten Sie selber diese Märchenszenen!

Sie sind herzlich eingeladen, sich alle Wochen in unserer virtuellen Ausstellung neue Exponate anzusehen!