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WAS IST DAS?

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Herr Rietz zeigte und erklärte uns bei seinem Besuch im Tante Irma Museum, wie es funktioniert:  Mit der Haspel wurden früher Sprungfedern selbst hergestellt. (Baumarkt und Internet gab es eben noch nicht!) In die Öse rechts führte der Polsterer einen 4 mm-Federstahl ein und drehte mit der Kurbel den Stahl auf. Zum Schluss hob er die Holzspindel aus den Trägern und konnte die zylindrischen Teile auseinanderziehen. Fertig war eine lange Sprungfeder mit 14 Gängen.  ---  Unter der  Haspel liegen ein Polstererhammer und zwei Gurtspanner. Wie die letzteren verwendet werden, lassen Sie sich vielleicht bei Ihrem nächsten Besuch im TIM erläutern?  

Diese wunderschönen Mokkalöffel (hier sind nur die zart reliefierten Griffe zu sehen) wurden dem Museum 2019  von Frau Bach-von Thörne (Sulza) übereignet.

Im Originalbesteckkasten liegen zwölf silberne Löffelchen. Sie sind so leicht, dass das Silber keinen großen Wert darstellt. Ihr ideeler und musealer Wert liegt in ihrer Geschichte und in der handwerklichen Ausführung. 

Der Hersteller ist leider noch nicht bekannt. Vielleicht wissen gerade Sie mehr darüber? Dann schreiben Sie uns bitte!

Sicher ist jedoch, dass das Besteck aus der Zeit um 1900 stammt. Frau Bachs Großmutter hatte sie zu oder um die Zeit ihrer Hochzeit erhalten. Das Alter der Löffel passt ausgezeichnet in die Abteilung "Wohnstube". Denn in der guten Stube steht unter anderem ein schönes dunkles Eichenbüfett von 1900 mit Geschirr aus ebenfalls dieser Zeit.  

Die zierlich gearbeiten Griffe der Löffel zeigen die zwölf Tierkreiszeichen und darunter sind  zusätzlich die Monatsnamen eingraviert. Hier zu sehen sind der April (Stier), Mai (Zwillinge) und der Juni (Krebs). 

Nicht viele Besucher wissen mit diesem uralten Gerät etwas anzufangen. Selbst viele Polsterer kennen es nicht mehr. Diese Holzhaspel ist ca. 150 bis 180 Jahre alt. Unser Tante Irma Museum (TIM) erhielt sie freundlicherweise 2018 von Herrn Klose aus Blankenburg, dessen Vater und Großvater dort Polsterermeister waren. 

Die Handhabung und das Alter erklärte uns der Polsterermeister Herr Rietz aus Kloster Lehnin (s. Foto). Er war der einzige, der auf unsere Internetanfrage hin auf Anhieb wusste, worum es sich handelt. Kein Wunder, denn er war eben dabei , ein tolles Buch über die Geschichte der Polsterei zu schreiben: Rietz/Bothe: "Polstermöbel und textile Raumausstattungen".

Eigentlich wollten wir Anfang April 2020 unser Tante Irma Museum mit einer Sonderausstellung rund um das Thema "Bügeln" eröffnen (s. Homepage). Aber da hatte  "Corona" etwas dagegen. Wir werden versuchen, diese Gemeinschaftsausstellung mit dem Stadtmuseum Camburg und dem Zinsspeicher Thalbürgel  im April 2021 zu zeigen!

Unter anderem werden die beiden rechts abgebildeten Exponate zu sehen sein. 

Wer in den 60er-/70er-Jahren am Bügelbrett stand (es werden wohl überwiegend Mütter und Töchter gewesen sein), weiß, dass das Holzgerät ein Ärmelbügelbrett ist.  1882 wurde das erste elektrische Bügeleisen erfunden und auf den Markt gebracht.  Es spricht einiges dafür, dass um diese Zeit auch zusätzlich zum "Bügeltisch", wie der Fachausdruck lautet, auch ein Bügeluntersatz für die langen Hemdärmel in Gebrauch kam. Das hier gezeigte Bügelbrett wurde dem Museum von Frau Stolle aus Halle an der Saale gespendet und ist wohl um die Mitte des 20. Jahrhunderts gebaut worden. Der Stoffbezug, das weiß jede Hausfrau, musste immer wieder einmal erneuert werden. 

Oben im Bild ist etwas ganz Spezielles zu sehen: ein elektrisches Bügelfalteneisen. Die Bügelfalte der Hose kam um 1900 in Mode. Dieser Hosenfalterbügler stammt aus den 1950-er/60-er-Jahren. 

Sie sind herzlich eingeladen, sich in 7 Tagen die nächsten Exponate unserer virtuellen Ausstellung anzusehen! 


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Residenzdorfmuseum "Tante Irma Museum", Kahlaer Straße 21, 07768 Hummelshain,

Vorstand des Museumsclubs: Dr. Rainer Berthelmann (Vors.), Ulla Albrecht (Stellv.), Nicole Müller (Kass.)

Kontakt:

Tante Irma Museum, Kahlaer Straße 21, 07768 Hummelshain; info@tim-hummelshain.de; Tel. 015256879301

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